Jahrgang 9

HIV-Prävention
Gemeinsam mit dem 10. Jahrgang erarbeiten die Schülerinnen und Schüler an fächerübergreifenden Stationen aktuelle Inhalte zu den Themen HIV und Aids.

Verantwortliche Lehrkräfte: Herr Plitzko, Frau Schulz-Ille, Frau Terner

 Schüler klären Schüler über AIDS auf

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„Super, dass das ohne Erwachsene und Lehrer vermittelt wurde“ – das war wohl das meistgehörte Feedback von Schülern der Jahrgänge 9 und 10 des Gymnasiums am Kattenberge nach einer ganz besonderen Lerneinheit: einem „AIDS-Parcours“ zur Aufklärung – und zwar von Schülern für Schüler gemacht.

„AIDS ist in Deutschland ein bisschen in Vergessenheit geraten, dabei leben in unserem Land 78.000 HIV-Infizierte, mit allen Problemen, vor allem Vorurteilen, die das mit sich bringt. 2012 sind sogar 550 Menschen daran verstorben. Vor allem aber: Jedes Jahr kommen 3.400 Neuinfektionen hinzu. Deshalb finden wir es wichtig, die entsprechenden Jahrgänge dafür präventiv zu sensibilisieren“, so Regina Terner, Beratungslehrerin, und Susanne Schulz-Ille, Sexualtpädagogin, vom GAK.

Das Außergewöhnliche an dieser besonderen Lerneinheit: Gemeinsam mit dem Biologielehrer Herrn Plitzko und der Sexualpädagogin Frau Schulz-Ille wurde, im Rahmen des Sexualkundeunterrichts, eine umfangreiche Lerneinheit zum Thema HIV und AIDS durchgeführt, um fachlichen Kenntnisse zu diesen Themen zu erwerben.

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In dieser Lerneinheit wurde darüber hinaus eigenständig von den Schülerinnen und Schülern das Ausstellungsmaterial für den Aids-Parcours an der eigenen Schule konzipiert.

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Anschließend besuchte die Klasse 9g eine Ausstellung des Gesundheitsamtes Winsen zum gleichen Thema, um weitere Anregungen für den schulischen Parcours aufzugreifen. In der letzten Woche vor den Weihnachtsferien 2013 war es dann soweit:

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Gemeinsam mit Frau Schulz-Ille  baute die  Klasse 9g über drei von der Schulleitung freigesetzte Klassenräume einen anschaulichen Parcours auf, mit sechs Stationen rund um die Themen:

  • weltweite Verbreitung des HI-Virus
  • Infektionswege
  • Behandlungsmöglichkeiten
  • Umgang mit Betroffenen
  • Schutzmöglichkeiten
  • Immunbiologische Grundlagen

Vier Tage lang führte die Klasse 9g von der ersten bis zur achten Stunde alle Schüler der neunten und zehnten Klassen in kleinen Gruppen von Station zu Station. Ein sehr lobenswertes Engagement.

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Es profitierten nicht nur die Besucher von dem zum großen Teil als Workshop angelegten Stationen.  Auch die vortragenenden Schüler und Schülerinnen der 9g konnten sich im Sinne des Prinzips "Lernen durch Lehren" weiterbilden und profilieren.

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So konnten die Schüler und Schülerinnen z.B. das Aufziehen von Kondomen üben und das sogar mit einer Rauschbrille vor den Augen. Diese suggerierte den wackeligen Blick mit 1,5 Promille und verdeutlichte damit sehr lebendig die nachteilige Wirkung von Rauschmitteln.

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 „Es war uns wichtig, dass die Schüler alles ganz unbefangen nur unter Schülern erleben konnten, ohne dass Erwachsene und Lehrer dabei sind“, so Frau Schulz-Ille.

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Auch das Anliegen von Herrn Plitzko, dem Biologielehrer der Klasse 9g, fachlich fundiertes Wissen zum Thema Immunbiologie und zum Zyklus des HI-Virus zu vermitteln, kam nicht zu kurz. Dafür wurden spezielle interaktive Programme entwickelt, die die Schüler bearbeiten mussten.

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Ein individueller Abschlusstest mit dem Feedback-System der interaktiven Tafeln diente als Ergebnissicherung, und die beste Klasse wurde prämiert. 

Eine besondere Herausforderung war es, ohne größere Störungen des gesamten Unterrichtsbetriebes, den Parcours in den Schulablauf einzubinden. Diese organisatorische Leistung gelang Frau Terner, Beratungslehrerin am GaK.