Als Schnittstelle natur- und gesellschaftswissenschaftlicher Fächer sieht sich das Fach Erdkunde als Knotenpunkt für den fachübergreifenden und fächerverbindenden Bildungsauftrag Die Fachschaft orientiert sich dabei an den Zielen, Inhalten und Methoden des Faches und sieht dabei in Fachübergriffen eine besondere Chance Allgemeinbildung herzustellen und Grundlagen für anschlussfähiges berufsbezogenes Lernen zu leisten. In diesem Prozess bereichert Erdkunde die Zusammenarbeit im Wesentlichen um den Aspekt der Nachhaltigkeit und ist sich somit stets der Verantwortung des globalen Lernens bewusst.

Elbe-Projekt
Das Elbeprojekt ist ein Projekt der in Jahrgang 8 unterrichtenden Kollegen, das es den Schülerinnen und Schülern unabhängig vom Stundenplan ermöglicht, sich unter der übergeordneten Thematik zwei Wochen lang durch Lernen an Stationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu beschäftigen und diese durch Wahlmöglichkeiten auch zu vertiefen. Das Fach Erdkunde konnte sich hierbei neben der Wahlstation aufgrund seiner vielfältigen Anknüpfungsmöglichkeiten auch als Pflichtstation etablieren. Dabei werden sowohl physisch-geographische als auch anthropo-geographische Aspekte des sich im Nachraum befindenden Flusses als Lern- und Vertiefungsgegenstand durch die Fachschaft entwickelt und angeboten.

Humanitäre Schule
Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses der Auszeichnung „Humanitäre Schule", welcher federführend durch die Religions- und Werte-und-Normen-Fachschaften geleitet wurde, hat sich die Fachschaft Erkunde in den letzten Jahren durch die Durchführung eines verpflichtenden Planspieles eingebracht und dieses wiederholt mit allen Erdkundekurse des 11. Jahrgangs durchgeführt.
In Kooperation mit den Kirchgemeinden des Einzugsgebietes können sich die Schülerinnen und Schüler dabei ganztägig mit einem auch geographisch relevanten und aktuellen Themenfeld, 2017 z.B. „Konfliktherd Sudan" in Gemeinderäumen der jeweiligen Kirchen auseinandersetzen. Im Rahmen des Planspiels können die Schülerinnen und Schüler ihre Argumentationskompetenzen erweitern und verfeinern.

Kooperationen
Experten.jpgDurch die Kooperation mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover bieten sich neben den Fächerübergriffen mit den Fachschaften Biologie und dem Laborfach der Schule unterschiedliche Anknüpfungspunkte an den Erdkundeunterricht der Sekundarstufe I und II. In diesem Zusammenhang kann durch Expertenvorträge zum Thema Lebensraum Antarktis und Verschmutzung der Weltmeere an das Vorwissen u.a. im Bereich der Themenfelder Klimazonen und Weltmeere angeknüpft werden. Bisher wurden Vorträge in den Jahrgängen 7, 8 und 11 gehalten, an die sich stets interessante Austauschrunden mit den Vortragenden angeschlossen haben.

Die Reihe dBuchholzer_Dialoge.jpger „Buchholzer Dialoge", die von der Stadtbaurätin Doris Grondke initiiert und geleitet wird, wurde 2016 durch die Moderation der Schülerinnen und Schüler der Erdkundekurse mitgestaltet. Unter dem Titel „URBAN UPDATE! – Was Städte morgen leisten müssen" lag der Schwerpunkt der Vortragsreihe auf den bevorstehenden Aufgaben und Herausforderungen einer Stadt und ihrer Gesellschaft. Die einzelnen Vorträge der Reihe wurden von den Moderatoren begleitet und die anschließenden Diskussionen durch Impulse angeleitet. Thematisch hat sich hierbei ein sehr geeigneter Anknüpfungspunkt an das Fachmodul 4 „Siedlungsentwicklung und Raumordnung" bezogen auf das Raummodul „Deutschland in Europa" geboten. Dabei lag neben der Anwendung von erlerntem Wissen ein Schwerpunkt auf der Entwicklung von zukunftsfähigen Konzepten einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Organisation einer Podiumsdiskussion im öffentlichen Raum stellt darüber hinaus für die Schülerinnen und Schüler eine zusätzliche Kompetenzerweiterung über den schulischen Alltag hinaus dar.