Aktivitäten

Innerschulische Aktivitäten

Die Lateinschüler haben die Möglichkeit ihre Fähigkeiten in verschiedenen Wettbewerben unter Beweis zu stellen. So bereiten Schüler des siebten Jahrgangs kleine Filme oder Hörspiele vor und reichen diese beim Teamwettbewerb des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen ein. Ab Klasse 9 wird die Teilnahme am Einzelwettbewerb empfohlen. Dort beweisen die Schüler nicht nur ihre Übersetzungskompetenz sondern auch ihre Kenntnisse der Realien und Entwicklung der europäischen Sprachen.

Link: https://www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/

In der Oberstufe besteht für die Schüler alle zwei Jahre die Möglichkeit am dreistufigen rerum certamen antiquarum teilzunehmen, dem niedersächsischen Wettbewerb der alten Sprachen. Die erfolgreich bestandene Klausur der ersten Runde befähigt zur Teilnahme an der zweiten Runde, die in einer Ausarbeitung zu einem antiken Thema besteht und bei sehr gutem Ergebnis auch als besondere Lernleistung angerechnet werden kann. Der Vortrag vor einer Expertenrunde in Wolfenbüttel schließt die dritte Runde ab.

Link: http://www.navonline.de/index.php/wettbewerbe/157-rerum-antiquarum-certamen-schuelerwettbewerb-alte-sprachen-2017-18

Im Lateinunterricht werden Module von Jugend präsentiert eingeübt, wenn die Schüler Referate ausarbeiten und halten. Sie machen sich dabei wiederholt die rhetorische Situation ihres Vortrags und die jeweiligen Adressaten bewusst und kennen die Funktion verschiedener Präsentationsmedien.

 

Die Kür dieses jahrelangen Trainings findet bei dem Besuch einer Antikenausstellung in Klasse 10 oder 11 statt. Denn dann präsentieren die Schüler im Museum vor fremden Menschen ohne den schützenden Rahmen des Klassenraums und ohne Medien ausgewählte Exponate oder Ausstellungsbereiche. Dabei wachsen sie über sich selbst hinaus und stärken so ihre Persönlichkeit und ihr Auftreten.

Mit Latein unterwegs

Fahrt nach Kalkriese

"Quinctilius Varus, gib die Legionen zurück!", soll Kaiser Augustus verzweifelt ausgerufen haben. Ob es diesen Ausruf tatsächlich gegeben hat oder ob er nur eine Legende ist, wird wohl nie geklärt werden. Fest steht jedoch, dass mehr als 15.000 römische Soldaten im Jahre 9 nach Christus ihr Leben im Kampf gegen die Germanen ließen. In nur drei Tagen besiegten germanische Stämme unter ihrem Anführer Arminius durch einen taktischen Hinterhalt in einem Engpass bei Kalkriese die als unschlagbar geltenden römischen Legionen. Die nach ihrem Verlierer benannte Varusschlacht veränderte für immer Roms Bestreben, die germanischen Völker rechts des Rheins zu unterwerfen.Wegen dieses Ereignisses wurde 2002 am Ort der Schlacht, in der Nähe von Osna­brück, ein beeindruckendes Museum eröffnet.

Es ist fester Bestandteil des schulinternen Curriculums, dass die 6.Klässler im Lateinunterricht dieses Museum besuchen und in Form von fachkundigen und vor allem lebhaften Führungen Einblicke in die heute noch andauernde Ausgrabungs­tätigkeit vor Ort erhalten. Darüber hinaus entwickeln sie so im Anschluss an den Geschichtsunterricht zur römischen Antike eine konkrete Vorstellung vom (Zusammen)Leben der Römer und Germanen und ihren Kampftechniken. Nur wenige römische Soldaten entkamen der verheerenden Schlag­kraft der Germanen. Ausgestattet mit pilum und Marschgepäck versetzen sich die Schüler in die Rolle der Römer und erproben ebenfalls vergeblich mit viel Geschrei den Angriff auf einen germanischen Schutzwall.

Die Gelegenheit, Angriffe oder Kampftechniken nachzu­spielen und sich aus dem Fundus als Germane oder Römer zu verkleiden, macht den Ausflug immer wieder zu einem eindrucks­vollen Erlebnis für unsere Lateinschüler. Die Ausstellungsbesuche werden im Lateinunterricht vor- und nachbereitet.

Da auch Sonderausstellungen im Museum mit den gebuchten Museumsführungen verbunden werden, erhalten die Lateinschüler zudem auf diese Weise auch ein umfangreiches aktuelles Zusatzwissen über die römische Antike. 

Im Frühjahr 2017 wurde die Dauerausstellung in Kalkriese durch ein GrabungsCamp erweitert, in dem die Schüler selbst mit Schaufel und Pinsel Fundstücke ausgraben können. In einem zweiten Schritt werden die Funde ausgewertet. „Jeder Befund muss dokumentiert, vermessen und gezeichnet werden. Fibeln, Münzen oder Pollenproben werden anschließend untersucht und datiert.“ Dabei erkennen die Schüler, dass neben den Archäologen auch Forscher andere Disziplinen an der wissenschaftlichen Auswertung beteiligt sind und nur gemeinsam das Rätsel einer Ausgrabungsstätte gelöst werden kann. Indem die Lateinschüler aus Jahrgang 9 künftig erneut nach Kalkriese fahren und das GrabungsCamp besuchen werden, eröffnen wir ihnen ein weites Berufsfeld und leisten somit einen Beitrag zur Berufsorientierung unserer historisch-naturwissenschaftlich interessierten Schüler.  

Mehr Infos zum Musum selbst gibt es unter http://www.kalkriese-varusschlacht.de/.

Trier-Fahrt in Jahrgang 8

Einmal im Jahr wird 25 Lateinschülerinnen und -schülern die Möglichkeit gegeben, für 5 Tage in die älteste Stadt Deutschlands zu fahren und einen spannenden Einblick in das römische Leben vor 2000 Jahren zu bekommen.

Trier – ein Reisebericht 

von Nicolas Binnewies, 8A 

Trier gilt als die älteste Stadt Deutschlands und ist nach Mainz und Koblenz die drittgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz. Gegründet wurde die Stadt vor rund 2000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum, was so viel wie ,,Stadt des Augustus, im Land der Treverer" bedeutet. Bei unserem fünftägigen Besuch in der Domstadt konnten wir uns einen guten Eindruck davon machen, wie Trier zur Römerzeit ausgesehen haben muss.

So besichtigten wir etwa antike Bauten wie die Porta Nigra, die unter Mark Aurel in Auftrag gegeben worden ist, jedoch nie fertiggestellt wurde. Im Mittelalter ließ sich der Mönch Simeon in dem Stadttor einbetonieren, um sich ganz dem Gebet und Gott zu widmen. Heute ist die Porta Nigra das Wahrzeichen von Trier. Doch es gibt noch viel mehr zu sehen in der spannenden Römerstadt. Wie etwa das Amphitheater, in dem einst blutige Kämpfe (Mann gegen Mann, aber auch Tierkämpfe) stattgefunden haben. Heute findet in der Arena höchstens noch Gladiatorentraining statt.

Etwas außerhalb von Trier warten die Römervillen Borg und Nennig darauf, besichtigt zu werden. In der Villa Nennig kann man ein altrömisches Mosaik bestaunen, welches sich über 160 qm erstreckt. Wenn man sich schon immer gefragt hat, wie ein römisches Landgut damals ausgesehen haben muss, liefert die Villa Borg Antworten. Denn dort ist alles haargenau so nachgebaut worden, wie es vor 2000 Jahren ausgesehen haben muss. Das Landgut verfügt nicht nur über einen prachtvollen Garten und eine Backstube, sondern auch über eine Thermenanlage.

Doch die 108.000 Einwohner-Stadt Trier ist nicht nur eine alte Stadt, sondern mit 14.000 Studenten auch eine junge! So kann man sagen, dass die Stadt eine lebendige, aber dennoch historische Stadt ist.

 Ausstellungen

 Museum für Kunst und Gewerbe 

Insbesondere in den Jahrgängen 9 bis 12 bietet sich der Besuch einer Antikenausstellung an. Empfehlenswert ist das Museum für Kunst und Gewerbe in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs, in dem es eine dauerhafte Sonderausstellung zur Antike gibt. Die Schwerpunkte variieren und sind nach Absprache zwischen Lehrkraft und Museumsführung individuell anpassbar. Somit bieten sich je nach unterrichtlichem Themenschwerpunkt verschiedene Führungen an. 

Website: http://www.mkg-hamburg.de/de/

Bucerius Kunst Forum

In jährlich vier verschiedenen Ausstellungen greift auch das Bucerius Kunst Forum immer mal wieder Themen der Antike auf. Beispielsweise zur Mythologie sind hier interessante Kunst-Ausstellungen zu entdecken. Die Wahl der Lektüre in Klasse 10 und 11 lässt sich hierauf gut abstimmen, um die Unterrichtseinheit auch mit einem Fächerübergriff in die anschauliche Kunst abzurunden.

Website: http://www.buceriuskunstforum.de