Mathematik begegnet uns überall – oft, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen. Ob beim Berechnen von Prozenten im Alltag, beim Verstehen von Statistiken in den Nachrichten, beim Erkennen funktionaler Zusammenhänge in der Technik oder beim Arbeiten mit geometrischen Formen in Architektur und Design: Mathematik ist die Sprache, mit der wir die Welt beschreiben und verstehen.
Ihre Bedeutung reicht weit über das Klassenzimmer hinaus. Sie hilft uns, Entscheidungen zu treffen, komplexe Probleme zu lösen und Zusammenhänge zu erkennen – Fähigkeiten, die in nahezu jedem Beruf und Lebensbereich gefragt sind.
Darum unterrichten wir Mathematik in der Schule:
Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur Rechenfertigkeiten vermitteln, sondern ihnen Werkzeuge an die Hand geben, um kritisch zu denken, logisch zu argumentieren und die Welt um sich herum besser zu verstehen. Mathematik ist ein Schlüssel zu Bildung, Beruf und Alltag – und genau diesen Schlüssel wollen wir gemeinsam entdecken.
Mathematik in der Unterstufe
In den Klassen 5 und 6 wird zunächst eine gemeinsame Wissensbasis geschaffen.
Dabei stehen der Umgang mit Einheiten, grundlegende Inhalte der Geometrie und Statistik sowie die schriftlichen Rechenverfahren im Mittelpunkt. Ein zentraler Schwerpunkt des Doppeljahrgangs liegt auf der Einführung und dem Rechnen mit Brüchen und Dezimalbrüchen. Neben der Teilbarkeitslehre erfolgt die Einführung neuer Begriffe wie echter und unechter Bruch sowie der gemischten Schreibweise.
Die Themen der Geometrie werden durch die Erkundung von Winkeln ergänzt – sowohl als abstraktes Konzept als auch in praktischen Kontexten, etwa an Kreuzungen sowie in Dreiecken und Vierecken. In der Statistik erfolgt die Einführung wichtiger Kennwerte wie relativer Häufigkeiten und Mittelwerten, um erste Einblicke in die Datenanalyse zu ermöglichen. Das eingeführte Lehrwerk mit dem dazugehörigen Arbeitsheft ist das Lambacher Schweizer- Ausgabe Niedersachsen des Klett Verlags.
Mathematik in der Mittelstufe
Im Doppeljahrgang 7 und 8 begegnen die Schülerinnen und Schüler erstmals dem Konzept der Funktionen. Der Zahlenbereich wird erweitert und schließt nun auch negative Zahlen ein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Themenfeld Terme und den dazugehörigen Äquivalenzumformungen. In der Stochastik beschäftigen sich die Lernenden mit einstufigen und mehrstufigen Zufallsexperimenten. Im Bereich der Geometrie vertiefen sie den Umgang mit Dreiecken, Parallelogrammen, Trapezen sowie den Prismen.
Durch die Einführung des iPads im zweiten Halbjahr der Klasse 7 eröffnen sich zudem neue Zugänge zum Lernen: Interaktive Apps, digitale Werkzeuge und visuelle Darstellungen unterstützen das Verständnis und fördern eigenständiges Arbeiten.
In den Jahrgängen 9 und 10 erfolgt die vollständige Einführung der reellen Zahlen. Dies eröffnet die Möglichkeit, Kreise und Zylinder präziser zu untersuchen. Einen großen Stellenwert nehmen die neuen Funktionsklassen ein: Neben linearen Funktionen lernen die Schülerinnen und Schüler auch quadratische, Exponential- und Potenzfunktionen kennen. Die berühmte Satzgruppe des Pythagoras, die Arbeit mit Vierfeldertafeln sowie die trigonometrische Analyse von Dreiecken runden die Inhalte ab.
Das eingeführte Lehrwerk in der Mittelstufe ist das Lambacher Schweizer- Ausgabe Niedersachsen des Klett Verlags.
Mathematik in der Oberstufe
Jahrgang 11 – Einführungsphase
In der Einführungsphase vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihre mathematischen Kenntnisse und bereiten sich auf die Qualifikationsphase vor.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Einführung ganzrationaler Funktionen und deren Eigenschaften. Darauf aufbauend lernen die Lernenden die Grundlagen der Differenzialrechnung kennen, um Funktionen systematisch zu untersuchen und deren Verhalten zu analysieren. Die Funktionsuntersuchung ermöglicht dabei ein tieferes Verständnis für Zusammenhänge zwischen Ableitungen und graphischen Darstellungen.
Als ergänzendes Randthema wird die beschreibende Statistik behandelt, um erste Einblicke in die Auswertung und Interpretation von Daten zu geben.
Jahrgänge 12 und 13 – Qualifikationsphase
In der Qualifikationsphase vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihre mathematischen Kenntnisse und wenden sie auf anspruchsvolle Problemstellungen an.
Im Bereich der Analysis liegt der Schwerpunkt auf der Integralrechnung, die zur Berechnung von Flächen und Volumina sowie zur Lösung praxisnaher Aufgaben genutzt wird. Zusätzlich erfolgt die Bestimmung ganzrationaler Funktionen. Darüber hinaus werden Wachstumsprozesse untersucht, um exponentielle und andere Wachstumsmodelle zu verstehen und anzuwenden.
Im Bereich der analytischen Geometrie wird das dreidimensionale Koordinatensystem eingeführt, verbunden mit der Arbeit an Vektoren, Geraden und Ebenen, um räumliche Zusammenhänge präzise zu beschreiben.
In der Stochastik beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit bedingten Wahrscheinlichkeiten sowie den wichtigen Verteilungen Binomial- und Normalverteilung, die in vielen praktischen Anwendungen eine zentrale Rolle spielen.
Das eingeführte Lehrwerk in der Oberstufe ist das Elemente der Mathematik-Ausgabe Niedersachsen des Westermann Verlags.
Laut Oberstufenverordnung werden die Kurse auf grundlegendem Niveau drei Schulstunden und Kurse auf erhöhtem Niveau fünf Schulstunden pro Woche unterrichtet.
Taschenrechner
Die Einführung eines grafikfähigen Taschenrechners (GTR) wurde letzmalig für den kommenden Abiturdurchgang 2027 durchgeführt. Alle nachfolgenden Jahrgänge nutzen mithilfe von GeoGebra-Suite ein Computer-Algebra-System (CAS).
Wettbewerbe
Unsere Schüler nehmen regelmäßig und mit guten Erfolgen an verschiedenen Wettbewerben teil:
- Klasse 5 im Klassenverband, darüber freiwillig: Känguru der Mathematik
- Klasse 5-10: Mathe im Advent
- Klasse 5-13: Mathe-Olympiade
Fördern und Fordern
Über den Unterricht hinaus gibt es Angebote, um leistungsstarke Schüler zu fördern und leistungsschwächere Schüler zu unterstützen:
- Talentförderung Mathematik für Begabte
- Hausaufgabenbetreuung
- Schüler helfen Schülern
- Mathe-Förderkurse in den Jahrgängen 6, 8, 9 und11